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Mittwoch, 12. November 2014

[Autorenlesung] Krimi-Dinner mit Hjort & Rosenfeldt

Huhu ihr lieben!


Wie versprochen möchte ich nun von meinem Krimi-Dinner berichten, welches ich im Rahmen der Mord-am-Hellweg-Reihe besucht habe. Dieses Event fand bei IKEA Kamen im Restaurant statt.

Einlass sollte um 19:30 Uhr sein. Ich weiß nicht, welcher Teufel mich geritten hatte, aber ich habe gesagt, wir fahren schon um 18:45 Uhr los, damit wir noch einen schönen Platz kriegen.
Soweit so gut. Wir waren um kurz nach 19 Uhr dann vor Ort und sind fast vom nicht vorhandenen Hocker gefallen, als wir die Schlange gesehen haben, die sich dort schon vor dem Restaurant gebildet hatte. Es waren bestimmt schon mehr als 300 Leute, die dort gestanden haben, bevor wir mal das Ende erreicht hatten.
Dementsprechend war dann auch unsere Sitzmöglichkeit. Ganz hinten und dort war es dann auch ziemlich kühl.
Der erste Eindruck von mir war: Naja, wirklich Krimi-Stimmung kommt hier aber nicht auf. Alles ziemlich kühl gestaltet. Tische, Stühle, Sessel, etc. waren einfach nur noch reingequetscht worden. Jede Möglichkeit von Platz wurde ausgenutzt.







Nachdem dann die erste Rede gehalten wurde, in der gesagt wurde, dass es den Veranstaltern leid tue, dass es auf den Karten verschiedene Einlasszeiten gab, wurde dann das "Dinner" eröffnet. Es bildete sich wieder eine elendig lange Schlange fürs Essen.... Hätte ich eher gewusst, das wir erst an der Vorspeisentheke vorbei kommen, wäre ich mitten durch gelaufen um diese auszusparen.
Es gab Köttbullar (Schöttbullar ausgesprochen), Hähnchenrouladen mit Spinatfüllung, Rinderrouladen, Pommes, Rotkohl, Lachslasagne, etc.
Das Dinner war okay, aber eben nix besonderes. Leider. Mein Mann und ich hatten uns da wesentlich mehr erhofft, zumal wir einen Preis von 36,00 € pro Karte bezahlt haben.

Die eigentliche Lesung sollte dann um 21 Uhr beginnen, doch leider kam es zu einem Stromausfall, weil die Lichtanlage wohl zuviel Strom gezogen hat, das die Sicherung rausgeflogen ist. Somit wurde die Lichtanlage weggelassen und die Lesung mit Viveca Sten begann dann endlich gegen 21:20 Uhr.
Viveca Sten, eine schwedische Krimi-Autorin, konnte erstaunlich gut Deutsch sprechen. Sie ist gelernte Juristin, hat diesen Job aber komplett an den Nagel gehangen, um sich mehr ihren Büchern zu widmen.



Sie erzählte von ihrer Angst, die sie in ihrem 5. Roman rund um Thomas Andreasson verarbeitet hat: Ein Kind geht auf eine Party und kehrt nicht mehr nach Hause zurück. Als sie dieses Buch schrieb "Beim ersten Schärenlicht", waren ihre Kinder 12, 15 und 18 Jahre alt.

Henning Freiberg las den deutschen Part aus dem Buch. Seine Stimme passte sehr gut und ich hörte ihm gern zu. Zwischendurch erzählte Viveca dann, dass schon der eine oder andere Roman von ihr verfilmt wurde und es ein arg komisches Gefühl sei, ihre Protagonisten auf der Leinwand zu sehen. Diese Filme wurden bereits im ZDF gezeigt.
Ein kleines Highlight war für mich, sie auf schwedisch lesen zu hören. Ich habe bisher nie wirklich auf die schwedische Sprache geachtet und war begeistert.

Es gab nach dieser Lesung eine kleinere Pause von ca. 30 Minuten. In dieser Zeit konnten wir uns ein Dessert holen, Bücher kaufen und signieren lassen.
Ich habe mir meine mitgebrachten Bücher von Hjort & Rosenfeldt signieren lassen. Die beiden haben sich echt viel Zeit genommen und haben fast halbe Romane in die Bücher geschrieben. Das fand ich echt klasse. Es wurde ihnen auch nicht zuviel, wenn jemand mit 4 Büchern oder so an kam, um sich diese signieren zu lassen.









Ich freue mich sehr, dass eine Mitarbeiterin von IKEA ein Foto von Viveca und mir gemacht hat.


Als Dessert hatte mein Mann mir schwedische Zimtschnecken mitgebracht. LECKER!!!!! Kann ich jedem empfehlen. Ich habs selber mal versucht, aber leider kamen meine Zimtschnecken nicht an deren Ergebnis ran. Aber ich gebe noch nicht auf.

Zurück zur Lesung. Nach der Pause betraten dann Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt die kleine Bühne und ganz still und heimlich schlich auch Dietmar Wunder hinterher.
Ich hatte mich mal wieder auf seine Stimme gehört und da ich ihn leider nicht sehen konnte, konnte ich mich voll und ganz darauf konzentrieren. Bin natürlich auch mal vor geschlichen und hab Fotos gemacht.



Während des Interviews, welches Alexa Christ führte, die vom WDR kam, kam heraus, wie Hans Rosenfeldt und Michael Hjorth überhaupt zusammen kamen. Das ganze fand 2006 statt. So fand dann auch die Idee schnell bei beiden Anklang, Sebastian Bergman zu erschaffen.
Erst werden die Plots entworfen und dann zieht sich jeder in sein stilles Kämmerlein zurück und schreibt. Michael schreibt meist die Charaktere und Hans macht viel den Rest. Hans beschrieb sich selber auch als Kontrollfreak, der gern über alles nochmal drüber schaut, etc.
Wie ist die Figur Sebastian Bergman eigentlich entstanden? So lautete eine Frage der Moderatorin.
Diese wurde damit beantwortet, dass beide einen Protagonisten entstehen lassen wollten, den die Leser lieben aber auch gleichzeitig hassen. Ich persönlich finde nach 2 gelesenen Büchern von denen, dass ihnen das definitiv gelungen ist.

Dietmar Wunder konnte sich übrigens vorstellen, den Sebastian Bergman in den Verfilmungen darzustellen.

Begleitet wurde die Lesung übrigens von einer wundervollen Band "Pia Fridhill Trio". Wundervolle Musik gemischt aus Pop, Folk und Jazz. Eine wirklich tolle Kombi. Mein Mann und ich haben dort gern zugehört. Die Band sang auf schwedisch und auch auf Englisch, Pia selber sprach Deutsch, ebenso ihr Ehemann.



Alles in allem muss ich sagen, dass mir die Auszüge aus den aktuellen Büchern der Autoren sehr gut gefallen hat. Auch, dass sich die Autoren die Zeit für die Leser genommen haben, während der Pause.
Weniger gefallen hat mir, dass ich für mein Essen über eine halbe!!!! Stunde anstehen musste, damit ich dann irgendwann zu meinem Platz zurück kehren konnte.
Das Personal von IKEA selber aber war sehr bemüht. Dennoch hat mir das typische Ambiente einer Krimi-Nacht gefehlt. Ich fand es alles etwas lieblos dekoriert.

Ich für meinen Fall habe beschlossen, nicht mehr zu IKEA zu fahren, wenn dort wieder eine Lesung statt findet, egal welcher Autor dort auftauchen wird.
Es war einfach zu voll. Meinem Mann hatte es auch überhaupt nicht gefallen. Ihm gefiel eine andere Lesung, die wir im letzten Jahr zusammen besucht hatten, wesentlich besser.

Ansonsten hat mir die Lesung gefallen, nur leider ist sie anders ausgefallen, wie ich es mir vorgestellt habe.

Eure Lady

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