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Dienstag, 21. Oktober 2014

[Autorenlesung] Mord am Hellweg mit Arno Strobel in Kamen

Hallöchen ihr lieben!


Am 01.10.2014 war es soweit und ich fuhr mit meiner Freundin nach Kamen zur Lesung von Arno Strobel.
Damit ich wusste, was er so schreibt, habe ich mir vorher etwas informiert und mir lief bei dem einen oder anderen Klappentext ein heftiger Schauer über den Rücken.
Ich freute mich auf die Lesung und was ich bisher noch nie erlebt hatte, Arno Strobel war direkt am Eingang und begrüsste die Leser. Ort war eine kleine, gemütliche Bücherei in Kamen.

Ich weiß nicht, was mich bisher davon abgehalten hatte, die Bücher von Arno Strobel zu lesen, aber ich denke, ich werde das schnellstens nachholen.


Zu Anfangs stellte er sich ein wenig vor. Er ist verheiratet, hat 3 Kinder und wohnt in der Nähe von Trier. Er wäre früher nie darauf gekommen, das er mal Bücher schreibt und durch die Gegend reist, Lesungen hält, etc. Er hätte höchstens gelacht. 
20 Jahre arbeitete er als Informatiker in Luxemburg. Seit ein paar Monaten arbeitet er nun hauptberuflich als Autor. 
Mit dem Schreiben kam er im Alter von 14 Jahren in Berührung, als er einen Aufsatz zum Thema "Mein tollstes Ferienerlebnis" schreiben sollte. Da er aber nur daheim war, sollte er sich etwas ausdenken, so seine Lehrerin.
Nun, er dachte sich eine Geschichte aus. Er war am Amazonas, hatte dort Begegnungen mit wilden Tieren und stellte sogar eine fiese Verbrecherbande. Das ganze schrieb er auf 10 Seiten nieder.

 Thema der diesjährigen Veranstaltung von "Mord am Hellweg" war "Sexy. Hölle. Hellweg." Es sollte ein erotischer Kurzkrimi geschrieben werden. Arno Strobel ist normal dagegen, Kurzgeschichten zu schreiben, doch für Mord am Hellweg machte er eine Ausnahme. Dagegen? Naja, er sagte, dass er für eine Kurzgeschichte eine Idee verbraten würde, die er womöglich besser in ein Buch verarbeiten könnte.



Als er dann zu lesen begann, stellte er sein noch aktuelles Buch "Das Rachespiel" vor. Er lese definitiv immer nur den Anfang. Er wollte gerade mit dem Prolog  beginnen, als draußen auf der Straßen die Sirenen von diversen Einsatzfahrzeugen zu hören waren. Passend ;)
Ich muss sagen, das er eine sehr gute und angenehme Vorlesestimme hatte. Er hob und senkte seine Stimme an den passenden Stellen und machte es somit noch spannender. Ich war sogleich angetan. Nun, der Autor versteht es auf jeden Fall seine Bücher zu vermarkten ;). Warum das ganze? Ganz einfach, er las und zack hörte er schon wieder auf. Die spannenste Stelle suchte er sich aus um aufzuhören. Es ging ein Raunen durch die Zuhörer und Arno Strobel grinste.



Das zweite Buch, welches im Dezember erscheinen wird, war "Das Dorf". Soviel sei gesagt "Willkommen im Dorf ohne Widerkehr". Viel konnte er zu dem Buch nicht sagen, denn sonst hätte er zuviel verraten. Der Leser solle ihm vertrauen und es einfach lesen. Es wäre auf jeden Fall anders, als seine bisherigen Bücher, noch mehr Psycho.

Nach einer kurzen Pause, in der eine kleine Currywurst gereicht wurde, der Autor Bücher signierte, ging es weiter. Herr Strobel erzählte noch ein wenig von sich. Die Zuhörer hatten die Möglichkeit, ihre Fragen los zu werden.

Anschließend las er dann seine Kurzgeschichte für die Buchreihe "Mord am Hellweg" vor. "Shades of Kamen" sorgte schon beim Titel für gewisse Lacher. Für diese Kurzgeschichte kam er schon im Januar einmal nach Kamen um dort zu recherchieren. Er stellte fest, dass Kamen doch nicht so ist, wie er es sich vorgestellt hatte, nämlich laut, etc. Ihm fiel als erstes auf, dass es viele Friseurläden gäbe und sorgte damit wieder für Lacher.



Auf meine Frage hin, wie er denn auf solche Ideen komme, wie seine Geschichten entstehen, erzählte er, dass sein Umfeld ihm genügend Stoff für seine Bücher geben würde. Eine Frau aus seinem Bekanntenkreis habe ihm den Stoff für seinen ersten Psycho-Thriller "Der Trakt" gegeben. Es war nur ein einziger Satz, der ihm diese Idee einbrachte.

Eine Aussage von Arno Strobel fand ich sehr interessant: "Schreibblockaden sind Ausreden für Autoren, die zu faul sind zu schreiben."

Es war ein interessanter Abend, der mit viel Witz und Spannung gefüllt war. So muss eine Lesung sein.

Herzlichen Dank Arno Strobel, für diesen tollen Abend! Und natürlich auch ein Danke schön für die Signatur sowie dem tollen Foto!





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